Kosten

Meine Leistungen sind ihr Geld wert.

Das Gebührensystem für notarielle Leistungen ist komplex. Manchmal erscheint es als undurchdringlicher Dschungel aus Paragrafen, Nummern und juristischen Fachbegriffen, deren Bedeutung sich nicht ohne Weiteres erschließt. Gerne bin ich Ihr Tour-Guide und erläutere Ihnen im Folgenden die Grundstruktur des Kostenrechts. Dies kann sich an dieser Stelle nur auf die Hauptwege durch den besagten Dschungel beschränken. Für eine Expedition in die Tiefen der Wildnis stehen Ihnen meine Mitarbeiter und ich gerne persönlich zur Verfügung. Dies betrifft insbesondere Hilfestellung beim Kartenlesen – d.h. Verstehen der Rechnung - , auf Anfrage aber auch eine Vorschau auf die kostenrechtliche Flora und Fauna, mit deren Begegnung auf einem bestimmten Weg gerechnet werden muss.

Beratung inklusive.

Mit der Gebühr für eine Beurkundung ist auch eine umfassende Beratung rund um den Gegenstand der Beurkundung abgegolten. Die Beratung ist nicht gesondert zu bezahlen – egal, wie umfangreich, aufwendig oder komplex die Beratung ist. Gerade bei Urkunden mit großer Zukunftswirkung, wie zum Beispiel Testamenten und Erbverträgen, kommt einer sorgfältigen Entscheidungsfindung eine große Bedeutung zu. Auch wenn einer Beurkundung mehrere Beratungstermine vorausgehen, zahlen Sie nicht mehr, als wenn es im ersten Termin sofort zur Beurkundung kommt. Dies unterscheidet Notarinnen und Notare von vielen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, die im Rahmen von Gebührenvereinbarungen ein Stundenhonorar erheben. 

Gleiches gilt für Unterschriftsbeglaubigungen, bei denen der Text des Dokuments von der Notarin oder dem Notar entworfen wird. Auch hier ist die Beratung inklusive

Kein Preiskampf um notarielle Leistungen.

Die Höhe der Gebühren ist gesetzlich geregelt. Alle Notarinnen und Notare unterliegen der Pflicht, diese Gebühren zu erheben - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Gebührenvereinbarungen sind unzulässig. Dass alle Kosten ordnungsgemäß abgerechnet werden, ist Gegenstand der regelmäßigen Geschäftsprüfungen durch die Präsidenten bzw. Präsidentinnen der Landgerichte. Werden hierbei Fehler festgestellt, sind Kosten nachzuerheben bzw. zurückzuerstatten

Soziales Gebührensystem.

Das Gebührensystem für notarielle Leistungen fußt auf dem Grundgedanken, dass Notarinnen und Notare für alle da sind. Ob arm oder reich, jeder soll es sich leisten können, notarielle Leistungen in Anspruch zu nehmen. Daher bemessen sich die Gebühren nicht nach Komplexität, Schwierigkeitsgrad oder Zeitaufwand, sondern nach dem Geschäftswert. Dieser ist bei Kaufverträgen regelmäßig der Kaufpreis. Bei Vollmachten und Testamenten ist das Vermögen der betroffenen Person maßgebend. So zahlt beispielsweise jemand, der eine teure Villa kauft, deutlich mehr Notargebühren als jemand, der ein kleines Apartment erwirbt. Und das Testament einer mittellosen Person ist sehr viel günstiger als dasjenige einer reichen Person. Diese „Quersubventionierung“ ermöglicht es Notarinnen und Notaren, auch solche Urkundsgeschäfte zu übernehmen, bei denen ein kostendeckendes Arbeiten nicht möglich ist.