Erbausschlagung

Wenn Sie eine Erbschaft ausschlagen möchten – etwa, weil der Nachlass überschuldet ist - , beachten Sie bitte, dass dies nur innerhalb der gesetzlichen Frist möglich ist. Diese beträgt in der Regel sechs Wochen ab Kenntnis des Erbfalls. Innerhalb dieser Zeit muss die Ausschlagungserklärung beim Gericht eingegangen sein. Die Ausschlagung können Sie direkt beim Amtsgericht – Nachlassgericht – zu Protokoll der Geschäftsstelle erklären. Zuständig ist das Amtsgericht am letzten gewöhnlichen Aufenthalt des Erblassers, hilfsweise auch das Amtsgericht – Nachlassgericht – am gewöhnlichen Aufenthalt des Erben. Daneben können Sie die Ausschlagung auch von einer Notarin oder einem Notar erklären. Aber Vorsicht! Allein die Unterschrift der Ausschlagungserklärung vor dem Notar oder der Notarin wahrt keine Frist. Die Erklärung müssen Sie anschließend noch beim zuständigen Amtsgericht einreichen.